Institut für Raumbezogene Informations- und Messtechnik
Hochschule Mainz - University of Applied Sciences

Geodateninfrastrukturen

Als Geodateninfrastruktur (GDI) wird ein komplexes Netzwerk zum Austausch von Informationen und Daten mit Raumbezug (Geodaten) bezeichnet, die im Sinne nach vergleichbar zu anderen Infrastrukturen, wie z.B. den Verkehrsnetzen oder der Telekommunikation sind.

Bestandteile einer Geodateninfrastruktur sind die Geodaten selbst, beschreibende Metadaten, eine Netzwerk sowie Dienste und Standards.

Anbieter und Nutzer sollen basierend auf anerkannten Regelungen, technisch als auch organisatorisch und rechtlich konform Geodaten nutzen, die über Geoportale gesucht und visualisiert werden können. Die Erfassung und Verarbeitung von Geodaten erfolgt in Geoinformationssystemen (GIS), die eine wichtige Grundlage zum Aufbau von Geodateninfrastrukturen in Verwaltungen, der Wirtschaft und der Wissenschaft darstellt.

Das i3mainz unterstützt beim Aufbau Ihrer Geodateninfrastrukturen, bei Kommunen, den Landesbehörden, Planungsbüros, der Immobilienwirtschaft, Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie auf nationaler und internationaler Ebene (INSPIRE).

Ansprechpartner

Prof. Dr.-Ing. Hartmut MĂĽller

Tel.: +49 6131-628-1438
Fax.: +49 6131-628-91438

Prof. Dr. phil. Kai-Christian Bruhn

Tel.: +49 6131-628-1433
Fax.: +49 6131-628-91433

Prof. Dr. Karl-Albrecht Klinge

Tel.: +49 (0) 6131-628-1434
Fax.: +49 (0) 6131-628-91434

Prof. Dr.-Ing. Klaus Böhm

Tel.: +49 6131-628-1431
Fax.: +49 6131-628-91431

Meldungen

Projekte

Ziel des Projekts DikoS ist es, ein Digitalisierungskonzept für unterirdische Bergwerke und obertägige Steinbrüche zu erstellen. Die angestrebten Digitalisate sollen der wissenscha…
Das i3mainz unterstützt das Heliopolis-Projekt im Kairener Stadtteil Mataryia mit dem Ziel, das Forschungsdatenmanagement der Grabung zu erarbeiten und umzusetzen. Die Ergebnisse d…

Publikationen

Automatic Integration of Spatial Data into the Semantic Web

2017

C. Prudhomme; T. Homburg; J.J. Ponciano; F. Boochs; A. Roxin; C. Cruz

RTF

WebIST 2017

For several years, many researchers tried to semantically integrate geospatial datasets into the semantic web. Although, there are many general means of integrating interconnected relational datasets (e.g. R2RML), importing schema-less relational geospatial data remains a major challenge in the semantic web community. In our project SemGIS we face significant importation challenges of schema-less geodatasets, in various data formats without relations to the semantic web. We therefore developed an automatic process of semantification for aforementioned data using among others the geometry of spatial objects. We combine Natural Language processing with geographic and semantic tools in order to extract semantic information of spatial data into a local ontology linked to existing semantic web resources. For our experiments, we used LinkedGeoData and Geonames ontologies to link semantic spatial information and compared links with DBpedia and Wikidata for other types of information. The aim of our experiments presented in this paper, is to examine the feasibility and limits of an automated integration of spatial data into a semantic knowledge base and to assess its correctness according to different open datasets. Other ways to link these open datasets have been applied and we used the different results for evaluating our automatic approach.


Katastrophenmanagement: Die geflutete Stadt

2017

C. Prudhomme

RTF

n.A.








Systemarchitektur eines mobilen Empfehlungssystems mit Echtzeitanalysen von Sensordaten fĂĽr Asthmatiker

2016

N. Bock; M. Scholz; G. Piller; K. Böhm; H. Müller; D. Fenchel; T. Sehlinger; M. van Wickeren; W. Wiegers

RTF

Multikonferenz Wirtschaftsinformatik (MKWI)

Das Projekt ActOnAir verfolgt einen neuartigen Ansatz zur Erfassung, Kombination und Analyse persönlicher Belastungsinformationen und feinmaschiger Umweltdaten für Asthmatiker. Individuelle Handlungsalternativen werden identifiziert, bewertet und überwacht. Dieser Beitrag stellt Gestaltungsziele und Kernanforderungen für die zu entwickelnden Softwarekomponenten vor und beschreibt eine hierzu passende Systemarchitektur sowie deren prototypische Umsetzung.


Ein Modell der Interoperabilität für GIS-Anwender im Rahmen von INSPIRE

2016

F. WĂĽrriehausen; H. MĂĽller

RTF

AVN - Allgemeine Vermessungsnachrichten, Ausgabe 4-5/2016

Mit INSPIRE – der Geodateninfrastruktur der Europäischen Gemeinschaft – wird das Ziel verfolgt, umweltrelevante und harmonisierte Geodatenbestände für eine nachhaltige europäische Umweltpolitik und zur allgemeinen Bereitstellung für die Bürger der EU verfügbar zu machen. Die Konzeption und Umsetzung von Diensten der Behörden in Europa muss auf der Grundlage von vernetzten Datenbanken erfolgen. Zur Gewährleistung einer Interoperabilität zwischen den verschiedenen Ebenen und Systemen ist es zwingend notwendig, dass auf den verschiedenen Ebenen die Behörden und Systeme über gemeinsame Standards kommunizieren. Dabei sind sowohl semantische, syntaktische und organisatorische Rahmenbedingungen der Verwaltungen zu berücksichtigen. Diese spiegeln sich vor allem in den vorhandenen E-Government-Aktivitäten, Standardisierungen und Geoinformationssystemen (GIS) der Verwaltung wider. Zur Realisierung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft sollen die Mitgliedsstaaten ihre bereits vorhandenen Geodatensätze und -dienste stufenweise interoperabel verfügbar machen. Damit soll die Entscheidungsfindung in Bezug auf politische Konzepte und Maßnahmen, die direkte oder indirekte Auswirkungen auf die Umwelt haben können, unterstützt werden. Jedoch haben die gewachsenen Verwaltungsstrukturen in Städten und Landkreisen mit ihren jeweiligen Besonderheiten zu heterogenen Datenbeständen geführt. In dem entwickelten E-Government-Modell einer Geodateninfrastruktur (Geo-Government) kann Interoperabilität auf allen Ebenen nachgewiesen werden.


Geo-Partizipation Rheinland-Pfalz

2016

H. MĂĽller; F. WĂĽrriehausen

PDF / RTF

n.A.

Die Partizipation der Bürger ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Demokratie, welche bei Planungsaufgaben der Kommunen zukünftig einen noch höheren Stellenwert einnehmen soll. Mit der Einführung von Geo-Informationssystemen (GIS) in kommunalen Verwaltungen, ist in den letzten Jahren die Nutzung digitaler Geodaten stetig gestiegen. Deren elektronische Bereitstellung sowie die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechniken im Internet, bieten für Partizipation sehr große Chancen für die Verwaltungen und die Bürger:

  • Aktive Teilhabe der BĂĽrger an Entscheidungsprozessen in Politik und Verwaltung.
  • Transparenter Zugriff auf Informationen aus dem Bereich Planung, Bauen, Energie und Umwelt.
  • Förderung der elektronischen Kommunikation mit dem Planungsträger.
  • Stellungnahmen können auf elektronischem Wege, unabhängig von Erreichbarkeit und Ă–ffnungszeiten ĂĽbermittelt werden.
  • Elektronische Partizipation als eine neue Form der Wissenskommunikation.
  • Geodaten sollen der Veranschaulichung der politischen Entscheidungsprozesse und der Beteiligung dienen.

Dieser als „Geo-Partizipation" bezeichnete Forschungsansatz gilt in Anlehnung an den Begriff „E-Partizipation" für die IT-gestützten Beteiligungen, bei denen der Raumbezug in Form von Geoinformationen eine wichtige bzw. entscheidende Rolle spielt. Damit kann eine Nutzung von GIS nicht nur für die Erstellung von Planungen, sondern ein ganzheitliches Beteiligungsinstrument mit Geodaten der Verwaltung ermöglicht werden. Dazu zählen sowohl formale Beteiligungsverfahren der kommunalen Bauleitplanung, als auch informelle Verfahren der Stadtentwicklung oder der Dorferneuerung. Die im Bericht vorgestellte Internet-Plattform kann als Prototyp einer operativen „Geo-Partizipation“ angesehen werden, welche für die Kommunen im Projekt des Instituts für Raumbezogene Informations- und Messtechnik (i3mainz) die Partizipation in Planungsverfahren unter besonderer Berücksichtigung des Raumbezuges ermöglicht.


CAPTURE AND ANALYSIS OF SENSOR DATA FOR ASTHMA PATIENTS

2016

N. Bock; M. Scholz; G. Piller; K. Böhm

RTF

ECIS2016








Vorstellung SemGIS Projekt - Einblick und Status

2016

T. Homburg; C. Prudhomme

RTF

n.A.








Flexible Datenintegration und Migration in ein Sensornetzwerk -Ein Beispiel mit Twitter-Analysedaten-

2015

N. Bock; K. Böhm

RTF

AGIT - Journal fĂĽr Angewandte Geoinformatik

Nicht nur auf Basis von Konzepten wie „Internet of Things“ erlebt der Bereich der Sensornetzwerke ein großes Wachstum. Zunehmender Bedarf entsteht auch durch immer mehr alternative Messkonzepte und Datenquellen. Hieraus ergeben sich die unterschiedlichsten Problemstellungen, u. a. bei der Integration verschiedenartiger Daten. Dieser Beitrag soll ein technisches Konzept aufzeigen, welches verschiedene Anforderungen berücksichtigt. Eine prototypische Umsetzung dieses Konzepts liefert als Ergebnis die Integration von Twitter-Analyse-Daten in einen Sensor Observation Service (SOS).